Jeder Lehrstuhl des CBI-Departments bietet grundsätzlich die Möglichkeit zur Promotion auf einem Forschungsgebiet. Voraussetzung ist ein Masterstudium im CBI oder einem fachverwandten Studiengang. Bewerbungen sind an die jeweiligen Lehrstuhlinhaber zu richten.

Voraussetzungen

Die Zulassung zu einem PhD Programm des Departments CBI ist abhängig von folgenden Kriterien:

  • Herausragendes Masterzeugnis oder Diplomzeugnis im CBI oder einer verwandten Studienrichtung wie z.B. Maschinenbau; exzellente Noten und hohes internationales Ansehen der Universität.
  • Sicheres Englisch in Sprache und Schrift; Schul- und/oder Hochschulbesuch mit englischem Unterricht / Vorlesungen werden als ausreichender Beleg der Eignung erachtet, TOEFL oder IELTS Test sind jedoch - falls vorhanden - vorzulegen.
  • Betreuung des PhD-Programmes durch einen Hochscullehrer des Departments CBI

Deutschkenntnisse sind nicht Zulassungsvoraussetzung, flüssiges Deutsch wird jedoch empfohlen. Regularien bzgl. der Promotion in den Ingenieurwissenschaften können hier eingesehen werden.

Bewerbung

Bewerbungen sind ständig möglich, es gibt keine Fristen. Der Bewerbungsvorgang dauert einige Monate, so dass neun bis zwölf Monate Vorlaufzeit eingerechnet werden sollten, bevor Sie nach Erlangen kommen. Bitte berücksichtigen Sie mindestens zwei Monate für die Ausstellung des Visums. Stipendien benötigen ebenso häufig bis zu zwölf Monaten Vorlaufzeit.

Vorab-Bewerbung

Zunächst ist eine Vorab-Bewerbung notwendig, welche folgendes beinhaltet:

  • personal information form (PIF)
  • Lebenslauf
  • Ein vorläufiger Vorschlag des Forschungsgebiets, in welchem Sie arbeiten möchten. Die Forschungsaktivitäten des CBI sind im Abschnitt Forschung beschrieben.

Die Vorab-Bewerbung ist an sonja.hupfer@lstm.uni-erlangen.de zu senden.

Komplettbewerbung

Die Zulassung zur Promotion bedarf der Zustimmung eines Hoschullehrers als Doktor-Vater. Im Rahmen der Vorab-Bewerbung wird überprüft, ob ein Hochschullehrer Ihren Forschungswunsch betreuen kann. Ist dies der Fall, werden wir eine formale Bewerbung mit folgeden Dokumenten anfordern:

  • Zeugnisse des Schulabschlusses, des Bachelor- und Masterstudiums
  • Detaillierte Beschreibung Ihrer derzeitigen Beschäftigung
  • Zwei Empfehlungsschreiben von Akademikern
  • Beschreibung der von Ihnen eingeschlagenen wissenschaftlichen Laufbahn, sofern von uns angefordert

Offiziell beglaubigte Kopien (mit beigelegten Übersetzungen, falls die Originale nicht in Englisch, Deutsch oder Französisch sind) werden benötigt bei Angaben in Bezug auf Schul- und Hochschulleistungen. Bitte senden Sie keine Originaldokumente.

Bericht der Doktorandin, Katharina Obert

Katharina Obert

Promotionsthema: „Einfluss von Ionischen Flüssigkeiten auf technische Hydrierungen“ (Bearbeitungszeitraum: 2006 - 2009)

Nach Abschluss meines Studiums (CIW) und nach Beendigung meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik (CRT) in der Gruppe von Prof. Peter Wasserscheid (Schwerpunkt Ionische Flüssigkeiten) stellte sich die Frage, wie und wo es nun weitergehen sollte: Entweder eine Bewerbung in der Industrie, um als Ingenieur endlich eigenes Geld zu verdienen oder das Angebot zur Promotion am CRT anzunehmen.
Da mir die Diplomarbeit viel Spaß gemacht hatte (trotz mancher Widrigkeiten und einigem, das nicht auf Anhieb funktioniert hatte), da die Gruppe am Lehrstuhl unheimlich nett und gemeinschaftlich war, da die zur Auswahl stehenden Themen interessant waren und der Lehrstuhl obendrein finanziell gut ausgestattet war, habe ich mich für eine dreijährige Promotion entschieden.
Der Arbeitsalltag am Lehrstuhl gliedert sich in verschieden Bereiche, von denen die wichtigsten Aufgaben die Lehrtätigkeit (Klausuren und Übungen stellen, korrigieren…), die Betreuung von Studenten im Rahmen von Praktika, Studien- oder Diplomarbeiten und natürlich das selbstständige Bearbeiten eines Forschungsthemas (Planen, Durchführen und Auswerten von Versuchen) sind.
Ein persönliches Highlight während meiner Promotion war zweimal den Projektierungskurs als Gruppenassistent zu betreuen. In diesem Kurs wird am Ende des Studiums für drei Wochen eine Aufgabenstellung aus der Industrie bearbeitet und zum Abschluss dem Industriepartner eine Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt. Beide Male waren es (vor allem für die Studenten) drei anstrengende und teils chaotische Wochen, in denen die Assistenten die Aufgabe hatten, die Studenten bei der Erstellung eines Lösungskonzeptes zu beraten, zu motivieren und manchmal auch zu trösten. Die Ergebnisse beider Kurse wurden vom Industriepartner positiv aufgenommen, beide Male waren die Studenten von der Qualität ihrer eigenen Leistungen überrascht und – für mich als Assisten besonders erfreulich – beide Kurse zogen weiterführende Kooperationen zwischen dem Lehrstuhl und der Firma nach sich.Insgesamt bietet eine Promotion die Möglichkeit, sich viele Bereiche der Forschung genauer anzusehen, selbst die Durchführung der eigenen Forschung zu gestalten, Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Studenten, Schülern, Professoren und z.T. mit Industriepartnern zu sammeln und eben auch ein letztes Mal das schöne Unileben zu genießen, bevor es im Anschluss in die Arbeitswelt geht.
Studenten oder Studieninteressierten rate ich, vor Beginn eines CBI-Studiums (oder einer Promotion) mit Fachschaftsmitgliedern oder Assistenten zu sprechen, um persönliche Eindrücke auszutauschen und eventuell zu klären, ob diese Tätigkeit für den Interessenten das Richtige ist. Die CBI-Fachschaft ist sehr engagiert und jederzeit bereit, Studis oder Bald-Studis mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Darum: nutzt dieses tolle Angebot, das alles andere als selbstverständlich ist!!!